DIE SATELLITEN
Die Satelliten übernehmen die Messwerterfassung. Jeder Satellit ist für eine bestimmte Anwendung entwickelt worden und kann zum Teil für mehrere unterschiedliche Messungen genutzt werden. Durch ihre Kombination mit einem Master-Modul lässt sich eine Vielzahl an Messkombinationen abdecken.
EIN MODUL, EINE AUFGABE
Ein Satellit ist ein eigenständiges Messmodul. Er nimmt das Signal seiner Sensorik auf, bereitet es auf und übergibt es an den Master. Die Verwaltung dieser Daten, ihre Ablage und die Konfiguration des Moduls übernimmt der Master — der Satellit konzentriert sich auf das Messen.
Weil jeder Satellit für eine bestimmte Anwendung entwickelt worden ist, sind die Module auf ihre jeweilige Messgröße zugeschnitten: Verstärkung, Abtastrate und Anschlusstechnik passen zu dem, was gemessen werden soll. Ein Modul für die Erfassung bioelektrischer Signale stellt andere Anforderungen als eines für Umgebungsgrößen.
Mehrfachnutzung
Manche Satelliten können zum Teil für mehrere unterschiedliche Messungen genutzt werden. Das ist mehr als ein Nebeneffekt: Es reduziert die Anzahl der benötigten Module und damit sowohl die Buslast als auch den Verkabelungsaufwand am Probanden.
Für die Planung heißt das: Die Anzahl der gewünschten Messgrößen ist nicht gleich der Anzahl der benötigten Satelliten. Welche Größe von welchem Modul abgedeckt wird, klären wir gemeinsam anhand Ihrer Fragestellung.
BUS ODER FUNK
Die Kommunikation zwischen Master und Satelliten erfolgt entweder über ein RS-485-Bussystem oder durch das Bluetooth-Low-Energy-Protokoll.
Beide Wege lassen sich am selben Messplatz sinnvoll einsetzen: fest verkabelte Module dort, wo der Proband ohnehin am Platz bleibt, funkgebundene dort, wo Bewegungsfreiheit gebraucht wird. Details im Vergleich unter System · Kommunikation.
VIELE
KOMBINATIONEN
Durch die Kombination unterschiedlicher Satelliten mit einem Master-Modul ist es möglich, eine Vielzahl an Messkombinationen abzudecken. Jede Studie erhält damit genau den Messplatz, den ihre Fragestellung erfordert — ohne dass eine neue Systemplattform nötig wäre.
Beispielhafte Zusammenstellungen
Die folgenden Aufbauten sind als Denkmodelle zu verstehen; welche Satelliten konkret zum Einsatz kommen, hängt von der verfügbaren Modulpalette ab.
- Belastungsuntersuchung: Herzsignal, Atmung und Beschleunigung, dazu die Kerntemperatur direkt über den Master.
- Aufmerksamkeitsstudie: bioelektrische Signale kombiniert mit elektrodermaler Aktivität.
- Feldmessung: mobile Aufzeichnung auf SD-Karte, ergänzt um Umgebungsgrößen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
IN VIER SCHRITTEN ZUR BESTÜCKUNG
- Messgrößen festlegen. Welche physiologischen und umweltbezogenen Werte braucht die Fragestellung tatsächlich? Diese Liste ist der Ausgangspunkt.
- Module zuordnen. Welche Satelliten decken diese Größen ab — und welche davon decken gleich mehrere gemeinsam ab?
- Anbindung wählen. Bleibt der Proband am Platz, spricht vieles für den Bus. Steht Bewegung im Vordergrund, ist die Funkanbindung sinnvoller.
- Grenzen prüfen. Passt die Zahl der Teilnehmer in den Bus, und trägt die Spannungsversorgung die Summe der Stromaufnahmen?
WAS DIE ANZAHL BEGRENZT
| Randbedingung | Bedeutung für den Aufbau |
|---|---|
| Sechs Satelliten je Master | Über die Busverbindung können bis zu sechs unterschiedliche Satelliten mit dem Master verbunden werden. |
| Stromaufnahme | Die maximale Anzahl an verbundenen Teilnehmern wird durch deren Stromaufnahme begrenzt — die erreichbare Zahl kann darunter liegen. |
| Mindestbestückung | Das System besteht aus einem Master-Modul und mindestens einem Satelliten-Modul. |
| Verfügbare Messgrößen | Die erfassten Messwerte des Systems sind von den verwendeten Satelliten abhängig. |
| Eigene Energieversorgung | Bei Funkanbindung wird über die Verbindung keine Spannung übertragen. |
PASSEND DAZU
WELCHE MODULE BRAUCHEN SIE?
Nennen Sie uns die benötigten Messgrößen — wir schlagen die passende Bestückung vor.